Frankfurt kann mehr. Besonders deutlich zeigt sich das am Frankfurter Bahnhofsviertel, eines der herausforderndsten Quartiere der Stadt. Die Studie „BHV 20203 – Ein neues Zielbild für das Bahnhofsviertel Frankfurt“ der Frankfurt School Student Consulting zeigt: Drogenkonsum, Unsicherheit, Vermüllung und strukturelle Defizite belasten Anwohner, Beschäftigte, Gewerbetreibende und Besucher gleichermaßen. Knapp 3.700 Anwohner und rund 23.000 Arbeitsplätze sind täglich vom Zustand des Viertels betroffen.

Rund 97 Prozent der in Frankfurt registrierten Crack-Handelsdelikte wurden zuletzt im Bahnhofsgebiet festgestellt. Trotz Waffenverbotszone, Videoüberwachung und verstärkter Reinigung reicht punktuelles Eingreifen nicht aus. Die Studie zeigt, dass Probleme häufig lediglich räumlich verlagert werden – etwa in Nebenstraßen – statt nachhaltig gelöst zu werden.

Sicherheit, Prävention, Stadtentwicklung und Gewerbe gemeinsam denken

Internationale Beispiele wie Zürich oder Amsterdam belegen, dass die Kombination aus klarer Rechtsdurchsetzung, medizinisch-sozialer Hilfe und aktiver Stadtentwicklung Wirkung zeigt.

Zentrale Empfehlung der Studie ist eine stärkere politische Steuerung mit klaren Zuständigkeiten, einem verbindlichen Zielbild und einer besseren Koordination der zahlreichen Akteure im Viertel. Denn nur wenn Probleme konsequent benannt, priorisiert und gemeinsam angegangen werden, kann das Bahnhofsviertel wieder zu einem lebendigen, sicheren und vielfältigen Stadtraum werden.

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